| Star Ocean Last Hope von Flexflexible |
Star Ocean sollte jedem Rollenspieler ein Begriff sein. Spätestens seit dem Playstation 2 Titel „Star Ocean – Till The End Of Time“ hat die
Serie bewiesen, dass sie ein weiteres Franchise von SquarEnix ist. Deshalb ist es kaum ein Wunder das auch für die Next-Generation Konsolen ein Ableger kommen wird: „Star
Ocean – The Last Hope“.
Am 19.02.2009 erschien das Spiel vorerst exklusiv für die Xbox360, welches von tri-Ace entwickelt wurde. In Japan war der Verkaufsstart ein absoluter Erfolg. Ein gutes Jahr
später erschien das auch die Playstation 3 Umsetzung die als „Star Ocean: The Last Hope International“ betitelt wurde, diese enthielt neben der englischen auch die
japanische Synchronisation und als Zusatz eine leicht überarbeitete Grafik.
Was macht Star Ocean eigentlich zu etwas besonderem?? Das Setting! Während man in vielen Rollenspielen im Mittelalter als Kämpfer mit Schwert/Schild rumrennt, ist man bei
Star Ocean weit in der Zukunft, so besitzt die Menschheit mittlerweile Raumschiffsfregatten mit denen sie den Weltraum erkunden und hat Bekanntschaft mit Außerirdischen
gemacht. Zum Setting gehören auch alle gängigen Klischees der Raumfahrt: schwarze Löcher, Hyperspeed-Antrieb der im letzten Moment bereit zum Einsatz ist, Cyborgs.
Hinzukommt ein Echtzeitkampfsystem das seines gleichen sucht, aber dazu später mehr.
Fangen wir doch erst einmal mit der Story an. Nach einem weltweitem Atomkrieg ist der Großteil der Erdoberfläche aufgrund von Nuklearerverseuchung nicht mehr bewohnbar.
Deshalb wurden mehrere Raumschiffe entsandt um Planeten zu erforschen und festzustellen ob diese bewohnbar wären für die Menschheit. Als Edge Maverick ist man auf so einem
Schiff unterwegs. Leider gibt es Probleme und die Schiffe müssen auf einem Planeten Notlanden, wo nach kurzer Erkundung festgestellt wird, dass jedes gelandete Schiff
Menschenleer ist.
Von hier aus entwickelt sich die Story deutlich weiter, aus einer Erkundungsmission wird schnell eine Bedrohung für das gesamte Universum. Das Ganze sammelt sich dann im fast
perfektem Ende, welches in meinen Augen zumindest das beste auf der Xbox360 ist, welches ich bisher erlebt habe.
Ähnliches gilt für die Charaktere. Ganz typisch für die japano RPG's hat der der Protagonist, Edge Maverick, mehr depressive Phasen als solche in denen er
glücklich ist. Neben dem Protagonisten gibt es eigentlich wieder nur 2-3 andere Gefährten die wirklich zu Story beitragen. Da haben wir einmal Reimi die seit ihrer
Kindheit mit Edge befreundet ist und relativ attraktiv ist, jeder der schon mal ein JRPG gespielt hat weiß wohin das führt, den Außerirdischen Faize, den ich
persönlich bis zu einer Stelle im Spiel total gehasst habe, und Crowe der wiederummit Edge und Reimi befreundet ist. Diese 4 Charaktere haben einen wirklich Sinn und kommen
auch so im Spiel rüber: Gute Synchronisation, glaubhafte Dialoge und vor allem SINNVOLLE Dialoge... Leider bestehen die anderen Charaktere aus schlechten Klischees die man
zuhauf kennt. Da haben wir einmal das Dummchen, das nach den ersten zwei Minuten in einer Videosequenz einmal auf die Nase fällt und dann wieder verschwindet. Hiernach kommt
das Katzenmädchen welches andauernd schlechte Sprüche ablässt und sich an den Protagonisten ran zumachen scheint. Gekrönt wird das ganze aber noch von einem
kleinem Mädchen, was relativ „dumm“ ist und jeden Satz mit „O.K.“ beendet.
Leider ist tri-Ace auch mit der Mimik während der Videosequenzen nicht gerade ein Meisterwerk gelungen. Alle Charaktere wirken viel zu puppenhaft und haben ihre 2-3
Gesichtsbewegungen von denen wiederum jede mindestens 100 Gefühle darstellen soll.
Ähnliches kann man nur über die Grafik sagen. Auf den ersten Blick scheint alles sehr gut auszusehen, leider wurde komplett auf Kantenglättung verzichtet wodurch zwar
alles schön bunt und sehr detailliert aussieht, jedoch wirkt alles irgendwie kantig und teilweise sieht man die Pixel an Rändern von Blumen ohne wirklich darauf zu
achten.
Und auch der Sound wirkt in etwa so. das Kampftheme wirkt am Anfang echt gut, geht aber nach wenigen Minuten schon wieder tierisch auf den Geist und das zieht sich durch alle
Soundtracks hindurch. Man muss dennoch zugeben, auch wenn die einzelnen Lieder nicht gerade gelungen sind da sie nach nach Zeit auf den Nerv gehen sind sie gut komponiert und
entsprechen den Situationen.
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