| Radiata Stories Review von WeavertheBeaver |
Gut designt ist halb gewonnen? – Die Grafik
Optisch kann Radiata Stories vor allem durch seinen Stil beeindrucken. Die Charaktere sind zwar für ein Spiel aus 2005 etwas Polygonarm, dafür aber liebevoll gestaltet,
und vor allem die gelungene Mimik trägt sehr zu Atmosphäre und Humor bei. Bemerkenswert ist außerdem der spürbar optische Unterschied der Charaktere, trotz ihrer
hohen Anzahl.
Die Landschaft macht ebenfalls einen leicht verträumten Eindruck, und bietet vor allem eine breite Palette aus sanften Brauntönen, um die schönen Gassen, Hütten
und Feldwege gutaussehen zu lassen. Wirklich Schade ist nur, dass bis auf das obligatorische Anime-Intro, der Rest der Geschichte in Spielgrafik erzählt wird. Cutszenes sind
zwar meist sehr gut animiert, aber die ein oder andere Anime-Cutscene hätte nicht geschadet.
Und der Gewinner ist: *drrrrrrrrrrrrrrrrrr* - Sound
Radiata Stories Soundtrack erfüllt die nötigen Voraussetzungen, kann aber mit keinen speziellen Ohrwürmern aufwarten. Alle Tracks sind atmosphärisch und passen
dazu, aber keiner tut sich außergewöhnlich hervor. Die Qualität des Voice Acting schwankt dafür etwas, und es ist nicht immer klar, ob eine Stimme jetzt
absichtlich so seltsam klingen soll, oder einfach nur ein schlechter Synchronsprecher dahinter sitzt.
Wo der Sound allerdings glänzt, sind die Soundeffekte in Dialogen und Cutscenes, welche den Humor brilliant untermalen.
Where the donkey goes, the ass has to follow – Humor
Ein weiterer Aspekt des Spiels, der Erwähnung verdient, ist sein Humor. Radiata Stories und dessen Held Jack nehmen sich selbst nicht immer ganz ernst, und die Handlung ist
gefüllt mit Gags und lustigen Sprüchen. Dennoch schafft es das Spiel, in den richtigen Momenten Drama und Spannung aufkommen zu lassen, ohne an der Atmosphäre zu
kratzen. Vor allem gegen Ende beweist Radiata Stories, dass es nicht nur ein Slapstickfeuerwerk ohne Substanz ist.
Fazit
Radiata Stories ist ein sehr gelungenes und charmantes Spiel dessen Hauptnachteil in erster Linie die für ein RPG relativ kurze Spieldauer von grob 20 Stunden ist. Man sollte
allerdings dazu erwähnen, dass es eines der ganz seltenen RPGs ist, die einen zwischendurch nicht nur vor eine wichtige Entscheidung stellen, sondern auch den Spieler die
massive Auswirkungen spüren lässt. Mitten in der Storyline spaltet sich somit die Handlung auf, was die Gesamte Handlung einschließlich dem Ende ab da verändert.
Dadurch ist man fast schon dazu aufgefordert, Radiata Story zweimal durchzuspielen.
Und das sollte man auch, wenn man eines der sowohl lustigsten, als auch ungewöhnlichsten J-RPGs nicht verpassen will. Von den Charakteren über die Musik bis zur Landschaft
ist alles liebevoll gestaltet, der Humor wurde gut eingebaut, und das Gameplay bringt genug Änderungen, um sich vom J-RPG Einheitsbrei abzuheben. Abgesehen von ein paar kleinen
Mankos hätte aber vor allem mehr Inhalt nichtschaden können. Die Siedlungen sind abgesehen von Radiata sehr klein, die Welt hätte auch etwas größer sein
können, die Story ist verhältnismäßg kurz, und ein paar mehr Sidequests (vor allem in den Gilden), hätten das Spiel stark bereichert.
Dennoch überzeugt Radiata Stories mit dem was es hat, und das macht es mehr als lohnenswert zu spielen.
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Grafik / Sound / Gameplay



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vielen Dank an WeavertheBeaver, der das Review zur Verfügung gestellt hat
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